Byebye

Nach 3.000km in 14 Tagen ging es wieder zurück nach Deutschland. Schon allein für British Columbia war die Zeit zu kurz, in den Norden und nach Vancouver Island sind wir nicht gekommen. Das was wir gesehen haben war superschön, vor allem die Tiere waren für mich das Highlight der Reise. Die Rundreise mit dem Mietwagen und dem kurzfristigen Aussuchen der Motels hat wunderbar funktioniert, so würde ich immer wieder in Kanada reisen.

27. June 2010 | Kanada | Kommentar lesen

Stanley Park

Der Stanley Park ist ein Wahnsinnspark. Im östlichen Teil haben wir uns ein Softballspiel angesehen und versucht die Regeln zu verstehen. Je weiter man aber in den Nordwesten des Parks kommt, desto wilder wird er: es fühlte sich ein bisschen an wie in den Nationalparks in den Rocky Mountains. Beim Spaziergang um den Beaver Pont haben wir wieder mal versucht, doch noch einen Biber zu sehen. Außer einigen angenagten Bäumen haben wir von den Bibern leider nichs gesehen – dafür gab es Eichhörnchen in allen möglichen Varianten, Schildkröten und Graureiher. Wenn man dann vom vielen Picknicken, Spazierengehen, Tiere gucken und Totempfähle fotographieren müde ist, setzt man sich in den Bus und ist in 5 min wieder mitten in der Stadt.

26. June 2010 | Kanada | kommentieren

Granville Island

Allein wegen Granville Island hätte sich für mich der Flug nach Vancouver gelohnt. Lebensmittel und Kruscht kann man dort perfekt shoppen. Und das allerallerbeste ist, dass es direkt auf der Halbinsel eine Brauerei gibt – Thilo hat die Führung und Bierverköstigung dort gut gefallen und der arme Kerl ist dieses Mal sogar ums Shoppen herumgekommen.

25. June 2010 | Kanada | kommentieren

der Weg nach Vancouver

Auf dem Weg nach Vancouver sind wir an einem Mountain Goat vorbeigefahren – damit hatten wir nicht nicht mehr gerechnet. Auf den ersten Blick hätte es sich auch um einen hellen Felsen handeln könnten, aber es war tatsächlich einer der weißen Goats.
Ansonsten hat uns auf dem Weg nach Vancouver hauptsächlich beschäftigt, wie wir an ein freies Zimmer kommen können. Zum ersten Mal auf der ganzen Reise gab es in dem Hotel das wir uns als erstes ausgesucht hatten kein freies Zimmer mehr. Mit ein bisschen rumtelefonieren hat es dann doch noch geklappt: im YWCA. Leider war der Weg dahin nicht sehr entspannt weil sich das Navi genau dann aufgehängt hat, als wir von der Stadtautobahn abgefahren sind und weil es wegen eines Iron Maiden Konzerts ganz in der Nähe Parkplätze nur zu Wucherpreisen gab.

24. June 2010 | Kanada | Kommentar lesen

zurück in Penticton

Schon als wir zum ersten Mal in Penticton waren, hat Thilo das Tubing ins Auge gefasst. Und jetzt hatten wir die Gelegenheit dazu: mit aufblasbaren Items in allen möglichen Varianten lässt man sich einen Fluß hinuntertreiben und wird dann mit dem Bus wieder zurückgekarrt. Nicht gerade spektakulär, aber schön entsprannend – solange man nicht in der Böschung landet oder von Kanuten plattgefahren wird.
Beim Quadfahren war es gerade andersherum: schön drauf achten, dass man selber nichts Wichtiges plattfährt. Der Guide wollte uns weißmachen, dass man auf den Touren Tiere zu Gesicht bekommt. Wie soll das denn bitte funktionieren bei dem Höllenkrach, den die Quads machen? Ein paas Wildpferde haben wir dann doch gesehen, aber abgesehen davon war das Highlight natürlich steile Abhänge hoch- und runterzufahren, Wasser zu durchqueren und durch enge Kurven zu kommen.

24. June 2010 | Kanada | kommentieren

Beflaggt im Fintry Provincial Park

Um dem Elch noch eine Chance zu geben, sich uns zu zeigen, sind wir in den Fintry Provincial Park gefahren – wegen der Fussball Weltmeisterschaft beflaggt. Wir konnten in Kanada alle Spiele live sehen – natürlich wegen der Zeitverschiebung zu total bescheuerten Zeiten, aber dafür kann das kanadische Fernsehen ja nichts. Im Provicial Park waren wir dann doch zu faul, uns auf die Suche nach dem Elch zu machen und haben uns in eine Blumenwiese gelegt und ein bisschen zur Geschichte des Parks gelesen.

23. June 2010 | Kanada | kommentieren

Kelowna

Bisher war ich nicht am Venice Beach, aber ich stelle ihn mir vor wie Kelowna: Wasser, Jogger, Boote und schicke Cafés. Schön war, dass unser Motel direkt an der Strandpromenade war. Dort haben wir auch zum ersten Mal um den Übernachtungspreis gefeilscht – hätten wir mal früher machen sollen, das hat sich gelohnt. Eher seltsam war, dass das eigentlich ganz gute Frühstück komplett auf Plastikgeschirr und -besteck serviert wurde. Damit war der Eindruck (schick / öko) den ich bis dahin von Kelowna hatte dann weg. Macht aber nichts, denn das Jetski fahren passt auch nicht in die Öko-Ecke: für 95 + 15$ Benzin sind wir eine Stunde auf den Seen rumgekurvt – superspaßig, und im Gegensatz zu Neuseeland auch ohne Regen.

23. June 2010 | Kanada | kommentieren

im Wasser, ums Wasser und ums Wasser herum

Neben Essen (continental breakfast, deutsches Brot auf dem farmers market in Summerland und mal wieder Massen an Obst) stand heute Wasser im Mittelpunkt: in Penticton haben wir uns ein Kajak gemietet und sind damit über den See gefahren. Dabei haben wir einer Unterrichtsstunde von Im-Stehen-Paddlern zugesehen, die leider mehr gesessen als gefahren sind. Thilo ist in den See gehüpft, wir haben uns die alten Dampfschiffe angesehen und ein bisschen Zeit am Stadtstrand verbracht. Insgesamt hat mir Penticton sehr gut gefallen, und zwar so gut dass wir hier später nochmals einen Tag verbracht haben.

22. June 2010 | Kanada | Kommentar lesen

Suchbild mit Elch

Auf dem Weg von Osoyoos durchs Okanagan Tal Richtung Norden haben wir bei den meisten Winzern auf dem Weg angehalten. Die Weinberge und Gebäude waren superschön, mit toller Lage zwischen See und Bergen und die Blasted Church Vineyards hatten die originellsten Etiketten, die ich bislang gesehen habe. Für die Weinproben aber braucht man Mut: die Weine haben mir durchgängig nicht geschmeckt. Es hat seine Berechtigung, dass man kanadische Weine bei uns eher selten auf der Karte sieht. Weit sind wir an dem Tag dann nicht mehr gekommen – nach einem Nachmittag voller Weinproben sind wir im Summerland Motel gelandet, das uns am nächsten Tag mit richtig gutem Frühstück überrascht hat. Das eigentliche Highlight des Tages war aber das Lost Moose Restaurant. Die Hoffnung auf einen wilden Elch hatten wir aufgegeben, aber der Name des Restaurants klang trotzdem vielversprechend. Das Restaurant liegt ziemlich einsam in den Bergen über Penticton. Die Fahrt dorthin hat sich mehr als gelohnt: im Blockhausartigen Restaurant haben wir so gut gegessen wie sonst auf der ganzen Reise nicht, die Eigentümerin hat sich rührend um uns gekümmert und der Blick ins Tal war superschön – auch wenn wir leider wieder keinen lebendigen Elch gesehen haben. Dafür hat sich doch glatt aufs Foto vom Wegweiser ein Reh geschlichen, das wir erst daheim beim Betrachten der Bilder entdeckt haben.

21. June 2010 | Kanada | kommentieren

Osoyoos

Der Osoyoos See soll der wärmste Badesee in Kanada sein. Gut möglich, aber leider roch er so, als hätte er schon ein bisschen zu viel Wärme abbekommen. Deshalb waren wir nicht allzulange in Osoyoos: übernachtet im guten Sahara Inn, kurz am eher langweiligen Desert Centre und dem krass touristischen Nk’Mip Desert Cultural Centre vorbeigefahren, uns mit einigen Kilo Kirschen versorgt und dann weiter zu den Weinbergen.

21. June 2010 | Kanada | kommentieren

Crowsnest Highway

So wie wir fast ausschließlich den Highway #1 nach Osten gefahren sind, haben wir die Route nach Westen hauptsächlich auf dem Highway #3 verbracht. Er hat uns am Christina Lake vorbeigeführt, der zu den wärmsten Badeseen Kanadas zählen soll. Für Thilo heißt das natürlich, dass wir einen Badestop einlegen. Ich war bis zum großen Zeh im Christina Lake – no thank you, warm ist das nicht. Vielleicht im August, aber im Juni war das nichts für mich. Der Weg führte weiter über den Bonanza Pass. Dort hatten wir das schlechteste Stück Highway auf unserer Tour. Überall sonst waren die Straßen in wirklich gutem Zustand, aber auf dem Bonanza Pass waren sowas ähnliches wie Betonplatten als Highway verlegt.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

Nelson

Bei einer Shoppingrunde durch die Stadt ist mir die Band wieder begegnet. Vermutlich haben sie dort am Abend wieder gespielt, denn in Nelson gibt es einige Kneipen, die von außen sehr gut aussahen. Von innen habe ich nur Läden und Cafés gesehen, denn wir haben nur für einen Bade- und Einkaufsstop in Nelson gehalten. Mit ein bisschen mehr Zeit hätte ich dort gerne einen ganzen Tag verbracht, aber wir wollten noch nach Osoyoos.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

mit der Fischadler Fähre über den Kootenay Lake

Die Fahrt am See entlang Richtung Norden hat sich schon fast so angefühlt wie in Südtirol. Warmes Wetter, Kolibris, überall Fahradfahrer und Obst. So haben wir für die Strecke von Creston zur Kootenay Bay dann doch länger gebraucht als gedacht und hatte vor der Abfahrt der Fähre nicht mal mehr Zeit für ein Eis. Die Fähre über den Kootenay Lake steht unter dem Motto des Fischadlers. Überall findet sich der Vogel wieder: in der Form der Bänke, der Schiffsaufbauten und natürlich im Namen der Fähre. Bei der Überfahrt haben wir auch die Band vom Vorabend wiedergesehen. In einer Kneipe in Sirdar wurden wir beim Burgeressen vom Soundcheck der Truppe aus Vancouver überrascht und haben uns aus dem Staub gemacht, bevor der Eintritt fällig wurde. So schnell sind wir sie aber nicht losgeworden: auch in Nelson sind sie uns über den Weg gelaufen.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

es wird wärmer

Es war ziemlich deutlich, dass wir aus den kalten Rockies Richtung Okanagan Valley unterwegs waren: im Skimmerhorn Inn in Creston waren wir wieder in der pazifischen Zeitzone, es gab einen Outdoorpool und die ersten Fruit Stands am Straßenrand. Damit war es aber auch unwahrscheinlicher, noch wilder Tiere zu sehen. Toll wäre noch ein Elch und ein Biber gewesen, aber auf unserer Tour konnten wir realistischerweise nicht damit rechnen welche zu sehen. Insgesamt möchte ich mich aber nicht beschweren – im Gegenteil. So wie in Neuseeland die Landschaft das Highlight der Reise war, waren es in Kanada die Tiere. Besonders die Bären waren toll zu sehen, und davon haben wir mehr gesehen als ich mir hätte vorstellen können.

19. June 2010 | Kanada | kommentieren