im Wasser, ums Wasser und ums Wasser herum

Neben Essen (continental breakfast, deutsches Brot auf dem farmers market in Summerland und mal wieder Massen an Obst) stand heute Wasser im Mittelpunkt: in Penticton haben wir uns ein Kajak gemietet und sind damit über den See gefahren. Dabei haben wir einer Unterrichtsstunde von Im-Stehen-Paddlern zugesehen, die leider mehr gesessen als gefahren sind. Thilo ist in den See gehüpft, wir haben uns die alten Dampfschiffe angesehen und ein bisschen Zeit am Stadtstrand verbracht. Insgesamt hat mir Penticton sehr gut gefallen, und zwar so gut dass wir hier später nochmals einen Tag verbracht haben.

22. June 2010 | Kanada | kommentieren

Suchbild mit Elch

Auf dem Weg von Osoyoos durchs Okanagan Tal Richtung Norden haben wir bei den meisten Winzern auf dem Weg angehalten. Die Weinberge und Gebäude waren superschön, mit toller Lage zwischen See und Bergen und die Blasted Church Vineyards hatten die originellsten Etiketten, die ich bislang gesehen habe. Für die Weinproben aber braucht man Mut: die Weine haben mir durchgängig nicht geschmeckt. Es hat seine Berechtigung, dass man kanadische Weine bei uns eher selten auf der Karte sieht. Weit sind wir an dem Tag dann nicht mehr gekommen – nach einem Nachmittag voller Weinproben sind wir im Summerland Motel gelandet, das uns am nächsten Tag mit richtig gutem Frühstück überrascht hat. Das eigentliche Highlight des Tages war aber das Lost Moose Restaurant. Die Hoffnung auf einen wilden Elch hatten wir aufgegeben, aber der Name des Restaurants klang trotzdem vielversprechend. Das Restaurant liegt ziemlich einsam in den Bergen über Penticton. Die Fahrt dorthin hat sich mehr als gelohnt: im Blockhausartigen Restaurant haben wir so gut gegessen wie sonst auf der ganzen Reise nicht, die Eigentümerin hat sich rührend um uns gekümmert und der Blick ins Tal war superschön – auch wenn wir leider wieder keinen lebendigen Elch gesehen haben. Dafür hat sich doch glatt aufs Foto vom Wegweiser ein Reh geschlichen, das wir erst daheim beim Betrachten der Bilder entdeckt haben.

21. June 2010 | Kanada | kommentieren

Osoyoos

Der Osoyoos See soll der wärmste Badesee in Kanada sein. Gut möglich, aber leider roch er so, als hätte er schon ein bisschen zu viel Wärme abbekommen. Deshalb waren wir nicht allzulange in Osoyoos: übernachtet im guten Sahara Inn, kurz am eher langweiligen Desert Centre und dem krass touristischen Nk’Mip Desert Cultural Centre vorbeigefahren, uns mit einigen Kilo Kirschen versorgt und dann weiter zu den Weinbergen.

21. June 2010 | Kanada | kommentieren

Crowsnest Highway

So wie wir fast ausschließlich den Highway #1 nach Osten gefahren sind, haben wir die Route nach Westen hauptsächlich auf dem Highway #3 verbracht. Er hat uns am Christina Lake vorbeigeführt, der zu den wärmsten Badeseen Kanadas zählen soll. Für Thilo heißt das natürlich, dass wir einen Badestop einlegen. Ich war bis zum großen Zeh im Christina Lake – no thank you, warm ist das nicht. Vielleicht im August, aber im Juni war das nichts für mich. Der Weg führte weiter über den Bonanza Pass. Dort hatten wir das schlechteste Stück Highway auf unserer Tour. Überall sonst waren die Straßen in wirklich gutem Zustand, aber auf dem Bonanza Pass waren sowas ähnliches wie Betonplatten als Highway verlegt.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

Nelson

Bei einer Shoppingrunde durch die Stadt ist mir die Band wieder begegnet. Vermutlich haben sie dort am Abend wieder gespielt, denn in Nelson gibt es einige Kneipen, die von außen sehr gut aussahen. Von innen habe ich nur Läden und Cafés gesehen, denn wir haben nur für einen Bade- und Einkaufsstop in Nelson gehalten. Mit ein bisschen mehr Zeit hätte ich dort gerne einen ganzen Tag verbracht, aber wir wollten noch nach Osoyoos.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

mit der Fischadler Fähre über den Kootenay Lake

Die Fahrt am See entlang Richtung Norden hat sich schon fast so angefühlt wie in Südtirol. Warmes Wetter, Kolibris, überall Fahradfahrer und Obst. So haben wir für die Strecke von Creston zur Kootenay Bay dann doch länger gebraucht als gedacht und hatte vor der Abfahrt der Fähre nicht mal mehr Zeit für ein Eis. Die Fähre über den Kootenay Lake steht unter dem Motto des Fischadlers. Überall findet sich der Vogel wieder: in der Form der Bänke, der Schiffsaufbauten und natürlich im Namen der Fähre. Bei der Überfahrt haben wir auch die Band vom Vorabend wiedergesehen. In einer Kneipe in Sirdar wurden wir beim Burgeressen vom Soundcheck der Truppe aus Vancouver überrascht und haben uns aus dem Staub gemacht, bevor der Eintritt fällig wurde. So schnell sind wir sie aber nicht losgeworden: auch in Nelson sind sie uns über den Weg gelaufen.

20. June 2010 | Kanada | kommentieren

es wird wärmer

Es war ziemlich deutlich, dass wir aus den kalten Rockies Richtung Okanagan Valley unterwegs waren: im Skimmerhorn Inn in Creston waren wir wieder in der pazifischen Zeitzone, es gab einen Outdoorpool und die ersten Fruit Stands am Straßenrand. Damit war es aber auch unwahrscheinlicher, noch wilder Tiere zu sehen. Toll wäre noch ein Elch und ein Biber gewesen, aber auf unserer Tour konnten wir realistischerweise nicht damit rechnen welche zu sehen. Insgesamt möchte ich mich aber nicht beschweren – im Gegenteil. So wie in Neuseeland die Landschaft das Highlight der Reise war, waren es in Kanada die Tiere. Besonders die Bären waren toll zu sehen, und davon haben wir mehr gesehen als ich mir hätte vorstellen können.

19. June 2010 | Kanada | kommentieren

Fort Steele

An den historic sites an unserem Weg sind wir oft vorbeigefahren – mit Ausnahme der eisenbahnbezogenen Sehenswürdigkeiten. In Fort Steele haben wir allerdings einen Stop gemacht: auf dem Weg aus den Nationalparks in den Rocky Mountains in Richtung Okanagan Valley gab es sonst nicht allzuviel zu sehen und so ein bisschen Kultur schadet ja nicht. Seltsamerweise hat sich dann aber auch Fort Steele als eisenbahnbezogene Sehenswürdigkeit herausgestellt: der Grund dafür, dass Fort Steele zu einer Geisterstadt wurde ist u.a. dass die Hauptlinie der Bahn eben nicht dort vorbeigeführt hat. Es gibt eine Dampflok, mit der wir zur Saisoneröffnung kostenlos eine Runde fahren konnten. Auf der Fahrt hat uns der Schaffner seine Kurzversion der Geschichte erklärt. Interessant dabei fand ich vor allem, dass seiner Meinung nach die (irischstämmigen) Angestellten der Bahn dafür gesorgt hätten, dass die USA so spät in die Weltkriege eingetreten sind. Denn die hätten wenig Motivation gehabt, die Briten mit Rohstofftransporten zu unterstützen. Neben dem historischen Rundumschlag haben wir in der Ghosttown noch Kaffee und Muffins abbekommen, haben Pferde gestreichelt und beim Goldwaschen zugesehen. Insgesamt ein lohnender Abstecher – schon allein um aus Kanada nicht nur Tierbilder mitzunehmen.

19. June 2010 | Kanada | kommentieren

die Bärenfamilie

Auf dem Weg nach Radium Hot Springs durch den Kootenay National Park fuhren wir an der Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik, einem einzelnen Schwarzbären und großen Waldgebieten vorbei, die vor einigen Jahren abgebrannt waren. Und wir haben die Bärenfamilie gesehen – mein persönliches Highlight des Urlaubs. Dafür lohnt es sich alle Mal, sich mit den vermurksten Steckdosen, Telefonzellen, Badamaturen und Türschlössern in Kanada rumzuquälen: direkt am Straßenrand neben uns saß eine Bärenfamilie (Mutter mit drei Kleinen) in der Wiese und hat Löwenzahn gefressen, total relaxed und anscheinend ohne den anhaltenden Autos Aufmerksamkeit zu schenken. Dem hätte ich ewig zusehen können, auch wenn es gar nicht so aussah, wie ich mir fressende Bären vorgestellt hätte: es hat mich eher an eine Kuhherde erinnert – aber wenn Schwarzbären gerne Löwenzahn mögen und direkt von uns das Grün futtern hab ich natürlich nichts dagegen. Hach, war das schön.

19. June 2010 | Kanada | kommentieren

Bye Banff: Tunnel Mountain

Noch vor dem Frühstück sind wir auf den Tunnel Mountain gestiegen um zum Abschied noch einen Blick von oben auf Banff zu werfen. Nachdem Roy zwei Tage vorher vom Ausblick geschwärmt hat, haben wir uns davon einiges versprochen und wurden nicht enttäuscht. Auf dem Weg nach oben kann man in alle Richtungen sehen: über die Vermillion Lakes, auf denen wir am Vorabend gepaddelt waren, das Hotel “The Faimont Banff Springs”, die Hot Springs und natürlich über die Stadt selber. So früh am morgen hatten wir den Berg auch fast für uns alleine und konnten auf den schief gewachsenen Bäumen rumklettern und Fotos von der Aussicht machen. Wieder zurück in der Stadt haben wir noch das ziemlich kleine Banff Park Mueseum besucht. Die Angestellte dort hat uns erzählt, dass sie in den 25 Jahren, in denen sie in den Rocky Mountains wohnt erst 2 Mal einen Elch gesehen hat – bei sehr ausgedehnten Wanderungen. Damit standen die Chancen für uns nicht sehr gut, einen Elch zufällig am Straßenrand zu sehen. Aber vor dem Museum gab es noch ein paar Hot Rods und wir haben uns noch mit Postkarten eingedeckt – die auf historisch gemachten Motive von Lantern Press haben mir dabei mit Abstand am besten gefallen.

19. June 2010 | Kanada | kommentieren

Kanu auf den Vermillion Lakes

Am Abend haben wir mit dem Kanu noch eine kleine Runde auf den Vermillion Lakes gedreht. Dort haben wir einige Wasservögel und auf dem Rückweg zum YWCA noch den Hirsch entdeckt, der anscheinend regelmäßig abends auf dem Sportplatz von Banff grast. Außerdem weiß ich jetzt, dass man von Kanufahren ganz schön dicke Oberarme bekommt und das man (mit Boot über die Eisenbahnschienen tragen) eine Abkürzung zurück von den Lakes zum Flussarm nehmen kann.

18. June 2010 | Kanada | kommentieren

Bow Valley Parkway

Im Frühjahr ist der Bow Valley Parkway ab 18 Uhr geschlossen. Kein Wunder bei den vielen Tieren die da unterwegs sind. Um den Bären zu fotographieren war ich mal wieder zu langsam, aber das kleine Dickhornschaaf und die Hirsche haben schön stillgehalten, bis auch ich auf den Auslöser gedrückt habe. Interessant waren auch die japanischen (?) Touristen, die sich vor dem Hirsch fürs Foto aufgebaut haben als wäre es ein Pappaufsteller oder eine Disneylandfigur. Es ist echt schwierig, nicht vor Begeisterung so nah wie möglich an die Tiere dranzugehen, aber mehr Abstand als zum Nachbarshund ist doch sicher nicht übertrieben, oder?

18. June 2010 | Kanada | kommentieren

Wicked Camper und Inder am Lake Louise

Seit dem lustigen Holländer in Banff hatten wir schon länger keine unterhaltsamen Mit-Touristen mehr gesehen. Also nichts wie hin zum Tourimagnet Lake Louise. Der ist ganz schön, besonders der Gletscher direkt am See ist beeindruckend. Leider war es etwas bewölkt, so dass – ähnlich wie am Emerald Lake – die Farben nicht sehr intensiv aussahen. Das hat aber die indische Reisegruppe wieder herausgeholt: gegen Turnschuhe, Pullunder und Ohrwärmer mit einem solchen Farben- und Mustermix kommt auch der See bei strahlendem Sonnenschein nicht an. Gegen das Spektakel beim Fotos machen sowiso nicht. Wir haben uns auf Fotos vom ersten und einzigen Wicked Camper, den wir in Canada gesehen haben, beschränkt. Verglichen mit Neuseeland sind sie in British Columbia anscheinend selten.

18. June 2010 | Kanada | kommentieren

wildes Rumgefahre mit Wasserfall und Marmot

Als wir am Tag vorher aus Westen Richtung Banff fuhren, war die Straße zu den Takakkaw Falls noch geschlossen. Zum Saisonbeginn sind wir dann aber auf der frisch geteerten Straße zu den Wasserfällen gefahren. Und die ersten Highlights gab es schon auf dem Weg dorthin: an einer Serpentine sollen Wohnmobile nicht die Kurve ausfahren, sondern rückwärts den Berg hoch. Na danke, da bin ich mit dem PT Cruizer dann doch ganz zufrieden. Allerdings wäre das vielleicht eine Herausforderung für Björn und Anja mit Wohni? Tier des Tages war heute das Hoary Marmot (eisgraues Murmeltier), das am Straßenrand saß und keine Anstalten machte wegzulaufen. An den Wasserfällen waren wir natürlich auch. Thilo hat einem kleinen Kind vorgemacht, wie man auf den hohen Felsen kommt, ich habe vom kleineren Felsen aus fotographiert. Bevor das Kind angefangen hat, auch am hohen Felsen hochzuklettern, sind wir wieder los – Eltern sind genau richtig, um den Kleinen halsbrecherische Kraxeleien auszureden.

18. June 2010 | Kanada | kommentieren